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Aufregung um Siedler in Hebron

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Aufregung um Siedler in Hebron

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Im Westjordanland sorgt der Fall von 20 Siedlern, die sich in der mehrheitlich von Palästinensern bewohnten Stadt Hebron niedergelassen haben, für Streit.

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hatte die Evakuierung des Wohnhauses angeordnet. Dazu kam es jedoch nicht, denn Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stoppte die Evakuierung.

Der Palästinenser Imad Hammad, der einem Komitee zum Wiederaufbau von Hebron angehört, bedauert den Zwist: “Wir haben die Entscheidung des israelischen Verteidigungsministers, das von den Siedlern besetzte Wohnhaus zu evakuieren, ernst genommen. Doch leider hat sich Netanjahu eingemischt und die Evakuierung verschoben. Dadurch verschärft sich die Situation für die rund 400 Siedler, die hier inmitten von 40.000 Palästinensern leben.”

Hebron ist Juden und Moslems heilig. Doch die Stadt der gemeinsamen Vorväter ist heute unter dem Namen “Stadt des Hasses” bekannt. Es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Siedlern und Palästinensern. Israelische Soldaten finden sich oft zwischen den Fronten wieder.