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Frankreich weist moslemische Hassprediger aus

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Frankreich weist moslemische Hassprediger aus

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Paris schickt fünf militante Islamisten in ihre Heimatländer zurück. Bei einem Anti-Terroreinsatz gegen Islamisten in ganz Frankreich waren am Freitag 19 Verdächtige festgenommen worden.

Mit den Morden an drei Soldaten und vier Juden, darunter drei Kindern, durch den Islamisten Mohamed Merah habe dies nichts zu tun, so die Staatsanwaltschaft in Paris. Staatsanwalt Francois Molins erklärte auf einer Pressekonferenz, die jetzt festgenommenen Islamisten hätten mit den Merah-Brüdern keinen Kontakt gehabt. Außerdem habe die Anti-Terror-Aktion schon vor Monaten begonnen.

Joseph Breham, ein Anwalt für Internationales Recht in Paris, meint, es komme überraschend, dass plötzlich eine Woche nach dem Fall Merah fünf moslemische Prediger für so gefährlich gehalten werden, dass sie eine Bedrohung für den Staat darstellten.

Staatspräsident Nicolas Sarkozy sagte zu den Ausweisungen, wer Hass predige, habe in Frankreich nichts zu suchen.

Unter den Festgenommenen ist auch der Anführer der bereits verbotenen Islamistengruppe Forsane Alizza, Mohammed Achamlane. Bei ihm waren schwere Waffen gefunden worden.

Nach Angaben aus Ermittlerkreisen planten die Islamisten mehrere Entführung, unter anderem die eines jüdischen Untersuchungsrichters in Lyon.
Die Auflösung der salafistischen Gruppierung Forsane Alizza war im Januar von Innenminister Claude Guéant angekündigt und Ende Februar vollzogen worden. Laut Guéant bildete die Gruppe Islamisten für den bewaffneten Kampf aus und strebte die Herrschaft des Islam in Frankreich an.