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Lega Nord erneut im Visier der Justiz

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Lega Nord erneut im Visier der Justiz

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Ein neuer Korruptionsskandal erschüttert die stärkste italienische Oppositionspartei Lega Nord.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft ermittelt gegen
Francesco Belsito, den Schatzmeister der Partei, wegen illegaler Parteinfinanzierung.

Dabei geht es vor allem um Investements in Höhe von 6 Millionen Euro in Tansania und auf Zypern, die aus der Parteikasse getätigt worden sein sollen.

Erst vor einem Monat waren Ermittlungen gegen einen weiteren Spitzenpolitiker der Lega Nord eingeleitet worden wegen mutmasslicher Bezahlung von Schmiergeldern.

Partei-Boss Umberto Bossi hatte seinen Schatzmeister, über dessen Verwicklung in illegale Finanzgeschäfte seit längerem spekuliert wurde, bis zu letzt verteidigt.

Geschäfte außerhalb Italiens seien nötig, da immer davon auszugehen sei, dass Italien eines Tages bankrott gehe, so Bossi.

Seine Partei hatte in der Vergangenheit eine Abspaltung Norditaliens vom Zentralstaat befürwortet und setzt sich mittlerweile für eine Föderalisierung des Landes sowie mehr Kompetenzen für die Regionen ein.