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Chaos in Mali - Putschisten spielen auf Zeit

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Chaos in Mali - Putschisten spielen auf Zeit

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In Mali spitzt sich nach dem Militärputsch die Lage zu: 90 000 Menschen sind auf der Flucht, so die UNO. Die Putschisten hielten trotz eines Ultimatums und Wirtschaftssanktionen der Nachbarstaaten an der Macht fest. Sie hatten vor knapp zwei Wochen den gewählten Präsidenten
Amadou Toumani Touré abgesetzt. Über die Rückkehr zu einer Zivilregierung wollen sie verhandeln.

Juntaführer Amadou Sanago:

“Dieses Übereinkommen wird dann von allen akzeptiert, das ist das Ende der innenpolitischen Diskussionen – dann kümmern wir uns schnell um die größte Herausforderung. Das heißt, um die Sicherheit im Norden und um die territoriale Integrität.”

Denn Tuareg-Rebellen und eine islamistische Gruppe haben das Machtvakuum genutzt und den Norden unter ihre Kontrolle gebracht. Die Städte Gao, Kidal und das Weltkulturerbe Timbuktu wurden eingenommen.

In Gao herrscht offenbar Chaos, Menschen fliehen, es wird geplündert, wie auch in Timbuktu.

“Manche Rebellen könnten sich mit der Kontrolle über die Gebiete im Norden nicht zufriedengeben,” warnte Frankreichs Außenminister Alain Juppé,” und aus Mali eine islamistische Republik machen wollen.”

Die internationale Gemeinschaft müsse der “islamistischen Gefahr” entschlossener entgegentreten. Frankreich ist für eine neue Erklärung des UN-Sicherheitsrats.

mit AFP, Reuters, dpa