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"Die werfen Brotteig auf die Straße"

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"Die werfen Brotteig auf die Straße"

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In knapp einer Woche sollen in Syrien die Waffen schweigen – in den nächsten Tagen beginnt ein Vorausteam aus der UN-Friedenstruppe mit der Vorbereitung der Beobachtermission, die die versprochene Waffenruhe überwachen soll.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte zuvor betont, die syrische Regierung sei verpflichtet, “den ersten Schritt zu tun” und die Armee aus den Städten abzuziehen.

Nach Frieden sieht es vorerst nicht aus: Laut Opposition wurden am Dienstag zwei Städte bombardiert. 44 Menschen seien gestorben, darunter 31 Zivilisten.

Wenn die Regierung von Präsident Baschar al-Assad ihre Versprechen nicht einhalte, verlangte die amerikanische UNO-Botsachafterin Susan Rice, müsse der Weltsicherheitsrat sehr schnell und mit Härte einschreiten:

“Der Sicherheitsrat war in der Syrienfrage auf schändliche und jämmerliche Weise uneins und beschlussunfähig – selbst bei relativ bescheidenen Aktionen.”

Rotkreuz-Präsident Jakob Kellenberger verlangte bei Ministergesprächen in Damaskus freien Zugang zur notleidenden Bevölkerung.

Regierungstruppen würden in Oppositionshochburgen wie Daraa gezielt Nahrungsmittel zerstören, klagt Assad-Gegner Sayyed Mahmoud: “Die werfen Brotteig auf die Straße.”

mit AFP, Reuters, AP