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"Machpelah"-Haus in Hebron doch evakuiert

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"Machpelah"-Haus in Hebron doch evakuiert

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Das sogenannte “Beit Machpelah”, das “Haus des Patriarchen”, in Hebron ist nun doch von israelischen Sicherheitskräften evakuiert worden. Die 15 jüdischen Männer, Frauen und Kinder wurden von Polizisten aus dem Gebäude eskortiert. Die Siedler leisteten dabei keinen Widerstand.

Ursprünglich hatte die Regierung in Tel Aviv den Familien noch Zeit bis zum 25. April geben wollen, die nötigen Beweise dafür vorzulegen, dass sie das Haus rechtmäßig gekauft hatten. Die Siedler wollen unbedingt in Hebron leben, weil dies ein heiliger Ort für sie ist.

Letztendlich setzte sich der zuständige Minister für Verteidigung, Ehud Barak, gegen andere Kräfte im Kabinett durch und gab die Anweisung, das “Machpelah”-Haus zu evakuieren. Unter den israelischen Parteien sorgte die Entscheidung Baraks für Streit.

Konservative israelische Politiker hatten gefordert, die jüdischen Siedler lieber zu unterstützen statt ihnen das Leben schwer zu machen.

In der Stadt Hebron – etwa 30 Kilometer südlich von Jerusalem – leben rund 170.000 Palästinenser. Im Zentrum der Altstadt gibt es etwa 800 Juden, die von israelischem Militär und der Polizei geschützt werden.