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Malis Parteien lehnen Gesprächsangebot der Junta ab

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Malis Parteien lehnen Gesprächsangebot der Junta ab

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Malis politische Parteien haben am Mittwoch den Vorschlag der herrschenden Militärjunta abgelehnt, auf einem Nationalen Kongreß über die Rückgabe der Macht an Zivilisten zu diskutieren. Den gestürzten Staatspräsidenten Amadou Toumani Toure wollen die Putschisten wegen Hochverrats und Veruntreuung anklagen. Toure soll sich mit einigen loyalen Militärs in der Nähe der Hauptstadt Bamako versteckt halten.

Gegen die Rebellen, die den Norden Malis erobert haben, erhebt die Junta schwere Vorwürfe. In Gao sollen sie Frauen und Mädchen entführt und vergewaltigt haben. In nur drei Tagen haben die Tuareg-Rebellen und mit ihnen verbündete Islamisten die Zentren Nordmalis eingenommen. In dem von ihnen kontrollierten Territorium von der Grenze Algeriens bis zum Niger wollen sie schon bald den Staat Azawad ausrufen.

Das geschichtsträchtige Timbuktu wird jetzt offenbar von den Islamisten der Ansar Dine kontrolliert. Jugendliche, die nach der Eroberung Büros der Elektrizitätsgesellschaft geplündert haben, sollen enthauptet worden sein; Dieben die Amputation der Hand angerdoht worden sein.

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich rief die rund 4000 französischen Staatsbürger, die in Mali leben, auf, das Land zu verlassen.