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US-Polizistenurteil: "Die Verfassung nimmt keine Auszeit"

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US-Polizistenurteil: "Die Verfassung nimmt keine Auszeit"

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In den USA sind fünf Polizisten wegen einer Schießerei auf einer Brücke in New Orleans zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Beamten während des Hurrikans Katrina im Jahr 2005 von der Brücke aus das Feuer auf sechs unbewaffnete Zivilisten eröffnet hatten. Zwei von ihnen starben, die anderen erlitten Verletzungen.

Der stellvertretende Menschenrechtsanwalt Tom Perez sagte: “Wir haben bei diesem Prozess und durch die Urteile gesehen, dass die Verfassung keine Auszeit nimmt. Sie gilt jeden Tag in jeder Woche und kein Polizist kann die Verfassung einfach außer Kraft setzen.”

Die verurteilten Beamten müssen nun zwischen sechs und 65 Jahren ins Gefängnis. Zu dem Vorfall kam es, als vier der nun Verurteilten zur Brücke fuhren, weil dort auf einen Streifenwagen geschossen wurde. Der fünfte half, alles zu vertuschen. Vor Gericht gaben die Polizisten an, sie seien bedroht worden, die Opfer hätten zudem Waffen in der Hand gehalten. Der Prozess hat in den USA für viel Aufsehen gesorgt.