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Ägypten: Ex-Geheimdienstchef will doch Präsident werden

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Ägypten: Ex-Geheimdienstchef will doch Präsident werden

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Kurz vor der Präsidentschaftswahl in Ägypten kommt Schwung ins Bewerberfeld. So will der ehemalige Geheimdienstchef Omar Suleiman nun offenbar doch kandidieren. Das teilte der 75jährige Vertraute von Ex-Präsident Hosni Mubarakmit. Zuvor hatte er seine Bewerbung mit der Begründung zurückgezigen, dass ihm das Geld für einen Wahlkampf fehle.

Die Muslimbrüder gehen mit ihrem Vize-Chef Chairat al-Schater ins Rennen. Dabei hatten die Islamisten lange beteuert, sie wollten niemanden aufstellen. Die Muslimbrüder halten 47 Prozent der Parlamentssitze.

Schaters Kandidatur setzt besonders ihm zu, dem ehemaligen Chef der Arabischen Liga und Ex-Außenminister des Landes, Amr Mussa. Er galt lange als Favorit auf die Präsidentschaft. Die Bewerbungsfrist für die Wahl am 23. Mai endet am Sonntag.

Unterdessen protestierten zahlreiche Anhänger der radikal-islamischen Salafisten auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Sie wollten damit ihre Unterstützung für ihren angezählten Kandidaten Hasem Abu Ismail bekunden. Dessen geplante Bewerbung könnte kippen, da seine Mutter kurz vor ihrem Tod angeblich US-Bürgerin geworden war. Nach ägyptischem Recht verhindert das eine Kandidatur.