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Athen nach Rentnerselbstmord ein Pulverfaß

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Athen nach Rentnerselbstmord ein Pulverfaß

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Nach dem Selbstmord eines Rentners ist die Lage in der griechischen Hauptstadt Athen weiter gespannt. Im Laufe des Donnerstagabend kam es erneut zu Ausschreitungen. Mehrere Dutzend aufgebrachte Demonstranten lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Die Beamten setzten Tränengas und Schlagstöcke ein.

Ausgelöst wurden die Proteste durch den Selbstmord eines 77 Jahre alten Apothekers, der sich am Mittwoch mitten auf dem Syntagmaplatz erschossen hatte. In einem Abschiedsbrief hatte er Angst vor dem sozialen Abstieg als Grund für seinen Selbstmord genannt.

Der Selbstmord des Pensionisten birgt politischen Sprengstoff. Nach Schätzungen von Psychologen ist die Zahl der Selbstmorde in Griechenland seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2009 um etwa 20 Prozent gestiegen.