Eilmeldung

Eilmeldung

Russland will Auslieferung Bouts

Sie lesen gerade:

Russland will Auslieferung Bouts

Schriftgrösse Aa Aa

Der russische Waffenhändler Viktor Bout muss 25 Jahre in US-Haft. Ein Bundesgericht in New York hat den als “Händler des Todes” bekannten früheren Sowjetoffizier zur Mindeststrafe verurteilt. Außerdem muss Bout 15 Millionen Dollar zahlen. Er galt als einer der meistgesuchten Waffenhändler der Welt. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft gefordert.

Russland kritisierte das Urteil. Seitens des Außenministeriums hieß es, Moskau werde die Auslieferung des 45-Jährigen beantragen. Eine Sprecherin sagte, angesichts der wackeligen Beweislage und der ungesetzlichen Festnahme Bouts unter Beteiligung der US-Geheimdienste in Thailand und seiner anschließenden Auslieferung sei klar, dass das amerikanische Rechtssystem politische Befehle ausgeführt, die Argumente der Verteidigung sowie hochrangige Appelle zur Verteidigung eines russischen Staatsbürgers ignoriert habe.

Ein Multimillionendeal lockte Bout 2008 nach Thailand. Seine Kunden, angebliche kolumbianische Rebellen, waren US-Agenten. Nach jahrelangem Rechtsstreit lieferte Thailand Bout 2010 an die USA aus. Er soll mehrere Seiten bei Konflikten im Kongo, in Ruanda, Sierra Leone, Angola und anderen Ländern mit Waffen versorgt haben.