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Stahlkocher: "Das System ist verrückt"

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Stahlkocher: "Das System ist verrückt"

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Vor zehn Tagen begannen sie ihren Protestmarsch, jetzt, 300 Kilometer später, kamen die französischen Stahlkocher des Konzerns ArcelorMittal in Paris an. Unter dem Eiffelturm trafen die etwa 20 Protestwanderer aus dem lothringischen Florange mit weiteren Kollegen zusammen. Gemeinsam demonstrierten sie für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

Ein Stahlkocher meint, wenn der Firmenchef Lakshmi Mittal die Arbeiter nicht wolle, sollte er die Firma verlassen. Es gebe andere Käufer, die am Wissen und Können der Stahlkocher interessiert seien.

Und ein anderer sagt: “Mit diesem Marsch wollen wir klarmachen, dass das System verrückt ist. Mittlerweile ist selbst ein Unternehmen, das Gewinne einfährt, kein Garant mehr für einen sicheren Arbeitsplatz.”

Unter dem aus lothringischem Stahl gebauten Eiffelturm forderten die Arbeiter erneut, dass zwei vergangenes Jahr abgeschaltete Hochöfen in Lothringen wieder in Betrieb genommen werden. Der Konzern ließ wissen, die Maßnahme sei vorübergehend, derzeit allerdings sinke die Nachfrage nach dem dort produzierten Flüssigstahl.