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Formel 1-Rennen in Bahrain trotz Folter in Gefängnissen?

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Formel 1-Rennen in Bahrain trotz Folter in Gefängnissen?

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Bahrain steht unter Beobachtung des Weltautomobilverbandes – denn hier soll laut Formel 1-Kalender in zwei Wochen der Große Preis von Bahrain stattfinden.

Doch die Unruhen in dem Königreich am Persischen Golf gehen weiter. Rund 5000 Demonstranten stießen in der Hauptstadt Manama mit der Polizei zusammen.

Demonstranten hatten die Freilassung eines Mannes gefordert, der sich seit zwei Monaten im Hungerstreik befindet. Weil sich sein Gesundheitszustand stark verschlechtert hatte, war er am Freitag ins Krankenhaus verlegt worden.

Er gilt als einer von vierzehn Inhaftierten, die den arabischen Frühling auf den Inselstaat holen wollten.

Im vergangenen Februar waren Demonstrationen blutig niedergeschlagen worden. Der Automobil-Weltverband, FIA, sagte im letzten Jahr den Großen Preis von Bahrein ab. Jetzt ist er nach eigenen Angaben noch dabei die Situation zu prüfen.

Die schiitische Mehrheitsbevölkerung fordert in fast täglichen Demonstration die Absage des Rennens. Damit protestieren sie gegen die Folter von Aktivisten in Gefängnissen der sunnitischen Machthaber.