Eilmeldung

Eilmeldung

Putschisten in Mali: Demokratie ja - aber wann ist ungewiss

Sie lesen gerade:

Putschisten in Mali: Demokratie ja - aber wann ist ungewiss

Schriftgrösse Aa Aa

Der Bevölkerung in Mali steht eine unbestimmte Übergangszeit bevor: Putschistenführer Amadou Sanogo unterschrieb ein Abkommen mit der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS – vermittelt durch den burkinischen Außenminister Djibrill Bassolè.

Sanogo verpflichtet sich darin, die Macht an den malischen Parlamentspräsidenten abzugeben. Ein Datum für Wahlen gibt es aber nicht. Sanogo räumte am Freitag Abend ein, dass es “unmöglich ist, innerhalb von vierzig Tagen Wahlen abzuhalten so wie es die Verfassung vorsieht. Daher ist es unvermeidlich einen politischen Übergang zu organisieren, um freie, demokratische und transparente Wahlen im ganzen Land abzuhalten.”

Das schließt auch das Gebiet Azawad ein, das Tuareg-Rebellen gerade für unabhängig erklärt hatten. Während zahlreiche Staaten diese Abspaltung kategorisch ablehnen, gibt es zwischen separatistischen und islamistischen Flügeln offenbar bereits interne Machtkämpfe.

So sei die nördliche Stadt Gao nach Aussagen von Einwohnern in der Hand der islamistischen Ansar Al Din, während die Nationale Befreiungsbewegung MNLA, die Stadt fast verlassen hat, berichten Einwohner.