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Hitzige Wahlkampfschlachten in Ägypten

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Hitzige Wahlkampfschlachten in Ägypten

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Mit heftigem Streit und persönlichen Attacken hat in Ägypten die heiße Phase des Präsidentschaftswahlkampfs begonnen. 23 Bewerber meldeten sich fristgerecht für den Urnengang an, der Ende Mai stattfindet.

Für Ärger sorgten die Muslimbrüder, die entgegen früheren Beteuerungen doch einen eigenen Kandidaten aufstellten. Es ist der stellvertretende Parteivorsitzende Chairat al-Schater.

Vor Journalisten in Kairo griff er die Kandidatur des früheren Geheimdienstchefs Omar Suleiman scharf an. Diese sei eine Provokation und beleidige die Revolution. Unter allen Umständen müsse eine Rückkehr zum Mubarak-Regime verhindert werden.
Suleiman genießt allerdings in Teilen der Bevölkerung Rückhalt.

Für die heftigste Kontroverse sorgt der Fall des Salafisten-Kandidaten Hasim Abu Ismail. Der Islamist muss mit dem Ausschluss rechnen, weil seine Mutter vor ihrem Tod einen US-Pass erworben hatte. Das Wahlgesetz schreibt aber vor, dass die auch die Eltern der Kandidaten ägyptische Staatsbürger sein müssen.