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Malis Präsident ebnet Weg für Übergangsregierung


Mali

Malis Präsident ebnet Weg für Übergangsregierung

Gut zwei Wochen nach dem Putsch im westafrikanischen Staat Mali ist der gestürzte Präsident, Amadou Toumani Touré, offiziell zurückgetreten. Touré macht so den Weg frei für eine
zivile Übergangsregierung.

Die Putschisten hatten sich zuvor mit der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS darauf geeinigt, die Macht nach dem Rücktritt von Touré abzugeben.

“Die ECOWAS und die internationale Gemeinschaft haben die beste Entscheidung getroffen. Mali muss weiter im Rahmen der Verfassung von 1992 regiert werden. Ich finde es in der gegebenen Situation normal zurückzutreten und es wurde kein Druck auf mich ausgeübt,” so Touré.

Touré wünschte dem Parlamentspräsidenten Dioncounda Traoré viel Glück bei seiner Mission. Traoré soll als Übergangspräsident die Geschicke des Landes leiten, bis Neuwahlen abgehalten werden. Ein Zeitpunkt für die kommende Präsidentschaftswahl wurde noch nicht festgelegt.

Im Norden des Landes bleibt die Situation hingegen unübersichtlich. Tuareg-Rebellen hatten die Wirren des Putschs genutzt, um weite Gebiete zu erobern. Nach Berichten von Augenzeugen kam es an mehreren Orten zu Plünderungen. Mehr als 200.000 Zivilisten sind auf der Flucht.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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