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Brüsseler Nahverkehr nach Prügelattacke weiter im Streik

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Brüsseler Nahverkehr nach Prügelattacke weiter im Streik

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Auch vier Tage nach dem tödlichen Angriff auf einen Brüsseler Nahverkehrsmitarbeiter haben dessen Kollegen ihren Streik fortgesetzt. Sie fordern eine erhebliche Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Nahverkehr. 400 zusätzliche Polizeibeamte hat die Regierung bereits bewilligt, aber das genügt der Gewerkschaft nicht.

Innenministerin Joelle Miquet hat weitere Maßnahmen angekündigt: “Wir werden die geltenden Bestimmungen für Sicherheitspersonal ganz besonders auf die Anforderungen im öffentlichen Nahverkehr ausrichten. Es muss gewährleistet sein, dass das Sicherheitspersonal Ausweiskontrollen vornehmen kann. Außerdem werden sie nicht wie bisher gewaltätige Passagiere nach 30 Minuten laufen lassen, wenn die Polizei bis dahin nicht eingetroffen ist.”

Am Samstag vor Ostern war ein Mitarbeiter der Brüsseler Verkehrsbetriebe von einem jungen Mann tödlich verletzt worden, als er einen Verkehrsunfall aufnehmen wollte. Der 56jährige Familienvater stand kurz vor dem Ruhestand.