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Großbritannien kann Hassprediger an USA ausliefern

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Großbritannien kann Hassprediger an USA ausliefern

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Der als islamistischer Hassprediger bekannte Abu Hamza darf zusammen mit fünf weiteren radikalen Islamisten von Großbritannien an die USA ausgeliefert werden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat keine Einwände dagegen. Einzige Auflage: Die britischen Behörden sollen drei Monate mit der Überstellung warten, so lange, bis die Berufungsfrist gegen das Urteil abgelaufen ist, so das Gericht.

Claire Ovey, Sprecherin des EGMR: “Dies ist nicht das letzte Urteil. Es ist der Beschluss einer Kammer. Beide Seiten haben nun drei Monate, um Berufung vor der Großen Kammer einzulegen. Wenn dieses Urteil dann rechtskräftig wird, dann können die betreffenden Personen, zumindest was den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angeht, ausgeliefert werden.”

Der Gerichtshof in Straßburg gab grünes Licht, da den Beschuldigten in den USA keine Todesstrafe droht. Außerdem und eine lebenslange Freiheitsstrafe außerdem nicht unangemessen sei. Die Vereinigten Staaten werfen dem gebürtigen Ägypter Abu Hamza insgesamt elf verschiedene Straftaten vor. So soll er unter anderem im US-Bundesstaat Oregon ein Trainingscamp für Terroristen organisiert und eine Geiselnahme im Jemen geplant haben. Ihm drohen bis zu 100 Jahre Haft.

Die anderen Extremisten werden verdächtigt, Anschläge in den USA geplant zu haben, außerdem sollen sie an den Attacken auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam beteiligt gewesen sein. Großbritannien hatte die Auslieferung bereits im Februar angekündigt.