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Syrien-Konflikt: Annan hofft, Flüchtlinge zweifeln

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Syrien-Konflikt: Annan hofft, Flüchtlinge zweifeln

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Der internationale Sondergesandte für Syrien, Kofi Annan, hat in der Türkei ein Lager für syrische Flüchtlinge besucht. Gut 25 000 Syrer leben mittlerweile in solchen Lagern in der Türkei. Und während die Gewalt in Syrien offenbar weitergeht, hofft Annan, dass sein Friedensplan noch nicht gescheitert ist, und dass die für den 12. April angepeilte Waffenruhe doch noch einkehren kann.

Bei seinem Besuch sagte Annan, der im Auftrag der UNO und der Arabischen Liga für Frieden sorgen soll, dass die Bemühungen um ein Ende des Blutvergießens fortgesetzt werden müssten.

Annan weiter: “Die Gewalt dauert schon zu lange an, es ist Zeit, dass sie aufhört. Es ist Zeit, dass die Waffen schweigen und das Militär in die Kasernen zurückkehrt. Deshalb betonen wir in dem Plan, dass die Gewalt aufhören muss.”

Auch im Libanon sind viele der insgesamt rund 50 000 syrischen Flüchtlinge untergekommen. Viele von ihnen zweifeln an den Erfolgsaussichten von Kofi Annans Friedensmission.

Mohammad Ahmad Kassem etwa, der seit über einem Jahr im Libanon ist, sagt voll Bitterkeit: “Wir können Kofi Annan nur dafür danken, dass seit der Bekanntgabe der Deadline 150 weitere Menschen getötet wurden, das syrische Volk wird weiter getötet. Wir danken auch Russland und China dafür, dass das Töten weitergeht. Kofi Annan hat für seinen Besuch im Flüchtlingscamp ja schon ein Geschenk bekommen, nämlich die Schüsse auf das Lager in der Türkei.”