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Syrien: Statt Waffenruhe neue Angriffe

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Syrien: Statt Waffenruhe neue Angriffe

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Artilleriebeschuss hat die Bewohner in mehreren syrischen Städten heute morgen aufgeweckt. Der Friedensplan für Syrien scheint demnach auf schlechtem Weg zu sein, denn eigentlich sollten die Waffen ab sechs Uhr früh Ortszeit schweigen. Nach Angaben der Opposition setzt die Armee ihre Offensive fort.

Der syrische Außenminister Walid al-Muallim erklärte unterdessen: “Wir haben Truppen aus mehreren Städten abgezogen und somit Absatz drei des Friedensplans von Kofi Annan umgesetzt. Die Waffenruhe sollte erst in Kraft treten, wenn die Beobachter in Syrien eintreffen.”

Noch wurde kein Datum für den Einsatz der Beobachter festgelegt und Damaskus will bei der Auswahl der Experten ein Wörtchen mitreden.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow räumte nach seinem Treffen mit seinem syrischen Amtskollegen ein, dass Syrien die Umsetzung des Friedensplans aktiver vorantreiben könnte.

Dem Friedensplan zufolge müssen die Armee von Präsident Baschar al Assad und die Opposition bis Donnerstag um sechs Uhr früh Ortszeit alle Gewalt beenden.

Damaskus hatte allerdings am Wochenende das Ultimatum in Frage gestellt und schriftliche Garantien von den Rebellen gefordert.