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US-Vorwahlen: "Jesus-Kandidat" Santorum gibt auf

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US-Vorwahlen: "Jesus-Kandidat" Santorum gibt auf

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Aus für den “Jesus-Kandidaten”. Der erzkonservative republikanische Präsidentschaftsbewerber Rick Santorum ist aus den Rennen um die Vorwahl ausgestiegen. In einer Rede in Gettysburg (Pennsylvania) begründete der strengreligiöse Ex-Kandidat seinen Schritt damit, dass eine seiner Töchter ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Dreijährige leidet an Trisomie 18, dem sogenannten Edwards-Syndrom.

“Wir haben am Küchentisch beschlossen, bei diesem Rennen mitzumachen, und wir haben dort am Wochenende entschieden, dass das Rennen für uns, für mich, vorbei ist. Wir werden unseren Kampagne heute aussetzen. Aber wir haben unsere Kampf noch nicht beendet. Wir werden weiter für die Amerikaner kämpfen, die aufgestanden sind und uns Wind unter den Flügeln beschafft haben, die es uns erlaubt haben, Dinge zu erreichen, die kein Politikexperte erwartet hätte.”

Eigentlich wollte Santorum, der auch als “Jesus-Kandidat” bezeichnet wurde, seine Kampagne nach den Osterfeiertagen nun wieder aufnehmen. Das bedeutet, dass die Nominierung des Multimillionärs Mitt Romney als republikanischer Herausforderer von Präsident Barack Obama so gut wie abgemachte Sache ist.

Die anderen beiden Kandidaten der Grand Old Party, Newt Gingrich und Ron Paul haben aufgrund schwacher Ergebnisse im Grunde keine realen Chancen, von der Partei aufgestellt zu werden.

Umfragen zufolge konnte Obama seinen Vorsprung vor der Konkurrenz ausbauen. Laut Presseberichten wollten 51 Prozent der Befragten für den derzeitigen Amtsinhaber stimmen. Romney käme nur auf 44 Prozent. Die Wahl ist erst am 6. November.