Eilmeldung

Eilmeldung

Nach Beben: Tsunami-Warnung aufgehoben

Sie lesen gerade:

Nach Beben: Tsunami-Warnung aufgehoben

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem schweren Doppelbeben vor der Küste hat das Tsunamiwarnzentrum auf Hawaii seinen Alarm für den Indischen Ozean wieder aufgehoben. Es sei zwar ein Tsunami ausgelöst worden, teilte das Zentrum mit. Doch bestehe keine erhöhte Gefahr mehr für die Küstenregionen. Die indonesische Katastrophenschutzbehörde ortet Tsunamis von einem Meter Höhe bei den Nias-Inseln vor Südsumatra und vor Aceh. Die Behörde erklärt, das Beben habe insgesamt nur kleine Wellen ausgelöst.

Zuvor war unter anderem aus Indien gemeldet worden, die Beben mit der Stärke von 8,6 und 8,2 auf der Richterskala hätte fast vier Meter hohe Flutwellen ausgelöst, die sich auf die Inseln der Andamanen und Nikobaren zubewegten, die zu Indien gehören. Allerdings hat das indische Frühwarnzentrum bislang nur Wellen mit einer Höhe von 20 bis 25 Zentimetern gemessen. Warnungen vor höheren Wellen seien ein „Extremszenario“, sagt ein Sprecher des staatlichen Zentrums in Hyderabad. Auch die afrikanischen Staaten Kenia und Tansania hatten Tsunamiwarnungen für ihre Küsten am Indischen Ozean herausgegeben.

Auch das deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam ging auch nach dem zweiten Beben nicht von einer starken Tsunami Gefahr aus. Die Stärke der Erdstöße habe sich insgesamt schwächer entwickelt als zunächst befürchtet, so die Potsdamer.

Das Beben weckte Erinnerungen an die Katastrophe aus dem Jahr 2004. Bei dem damaligen Tsunami kamen in Ländern am Indischen Ozean rund 230 000 Menschen ums Leben. Diesmal kamen die Evakuierungsmaßnahmen recht früh in Gang, vielerorts wurden Menschen in Sicherheit gebracht oder dazu aufgerufen, die Strände und küstennahen Orte zu verlassen, und sich in höher gelegene Gegenden zu begeben. In Tahiland etwa wurde der Flughafen auf der Ferieninsel Phuket vorübergehend geschlossen. Am Strand erklang die Tsunami-Sirene.

Laut Geologen schiebt sich in der Region die die Australische Platte mit einer Geschwindigkeit von etwa sechs Zentimetern pro Jahr unter die sogenannte Sunda Platte. Das führt immer wieder zu heftigen Erdbeben in der Gegend. Insgesamt ist dies geologisch gesehen eine der weltweit aktivsten Plattengrenzen.