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Ban Ki-Moon zu Syrien: "Die Welt bleibt skeptisch"

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Ban Ki-Moon zu Syrien: "Die Welt bleibt skeptisch"

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UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat die syrischen Konfliktparteien erneut zu einem Ende der Gewalt aufgerufen. In Genf sagte er, der Friedensplan des internationalen Sondergesandten Kofi Annan müsse umgesetzt, und mehr humanitäre Hilfe zugelassen werden. Außerdem forderte er, die offenbar seit dem Morgen in Syrien herrschende Waffenruhe weiterhin einzuhalten.

“Ich rufe die syrische Regierung erneut dazu auf, ihre im Rahmen von Kofi Annans Sechs-Punkte-Plan gemachten Verpflichtungen voll umzusetzen. Ich rufe auch die syrische Opposition dazu auf, die Waffenruhe komplett beizubehalten. Dies ist der Zeitpunkt für einen grundlegenden Richtungswechsel. Zu viele Menschen sind gestorben. Es ist Zeit, das Töten zu beenden. Ich rufe alle Freunde Syriens dazu auf, den größtmöglichen Einfluss auszuüben, um diesen tragischen Konflikt zu beenden.”

Ban Ki-Moon sagte weiter, die internationale Gemeinschaft bleibe der Regierung in Damaskus gegenüber skeptisch. Die Welt verfolge das Vorgehen Syriens sehr genau, denn viele frühere Zusagen seien nicht eingehalten worden.

Trotz der Waffenruhe berichteten Oppositionelle wieder von Zwischenfällen. So sollen unter anderem in der Provinz Hama mehrere Menschen von syrischen Sicherheitskräften erschossen worden sein.

Kofi Annan hingegen gibt sich optimistisch. Vor dem UN-Sicherheitsrat sagte er, die Waffenruhe sei auf einem guten Wege. Die Lage sei vergleichsweise ruhig. “Die Einstellung der Feindseligkeiten scheint zu halten,” so Annan.