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Brüssel will neue Warnhinweise auf Zigarettenpackungen

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Brüssel will neue Warnhinweise auf Zigarettenpackungen

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Der Genuss von Tabak verursacht in der Europäischen Union jährlich rund 650.000 Todesfälle. Die Werbung für Tabakerzeugnisse wurde zwar bereits vor Jahren verbannt und das Rauchen in der Öffentlichkeit stark eingeschränkt, doch nun will die EU-Kommission einen Schritt weitergehen: Neue Warnhinweise für Zigarettenpackungen sollen Raucher vom Konsum abhalten. “Die Menschen geben das Rauchen auf, wenn die Packung neutral ist”, so Marc Decramer von der Katholischen Universität im belgischen Leuven. “Dass Europa etwas gegen das Rauchen tut, ist wichtig, denn die jüngsten Erhebungen zeigen, dass der Konsum in vielen Ländern immer noch sehr hoch ist.” In Australien dürfen ab Dezember dieses Jahres nur noch Zigaretten in einfarbig olivgrünen Packungen verkauft werden. Der Markenname wird darauf nur kleingedruckt zu lesen sein. David Hammond, der an der Waterloo Universität in Kanada lehrt, meint dazu: “Die entscheidende Folge wird sein, dass die Zahl der jungen Menschen abnehmen wird, die mit dem Rauchen beginnen. Auch die erwachsenen Raucher werden ihr Verhalten ändern. Anders als bisher werden sie nicht mehr denken, dass ein Produkt weniger gefährlich sei als ein anderes. Vor allem junge Leute werden vom Rauchen abgehalten.”

Über den Vorstoß Australiens sprachen wir mit dem Botschafter des Landes in der EU, Brendan Nelson. Das Interview finden Sie in unserer Rubrik Close Up.