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In Syrien schweigen die Waffen, Zweifel bleiben

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In Syrien schweigen die Waffen, Zweifel bleiben

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Gut ein Jahr nach Beginn des Volksaufstands gegen Präsident Baschar al-Assad schweigen in Syrien die Waffen. Es kam nur vereinzelt zu Zwischenfällen, die Opposition meldete drei getötete Zivilisten, das Staatsfernsehen einen getöteten Offizier.

Panzer und Scharfschützen der Regierung sind noch nicht aus den Städten abgezogen worden.

Jihad Makdissi, ein Sprecher des syrischen Außenministeriums, erklärte: “Alle müssen sich an die Feuerpause halten, nicht nur die syrische Regierung. Wir stehen voll und ganz dahinter und bislang hält die Waffenruhe. Wir wollen, dass diese Mission von Erfolg gekrönt wird, damit eine politische Lösung gefunden werden kann. Die syrische Armee ist nur auf Verteidigung eingestellt.”

Der oppositionelle Syrische Nationalrat bleibt indes skeptisch und will erst abwarten, was nach den Freitagsgebeten passiert. “Wir werden sehen, ob die Menschen auf die Straße gehen und friedlich demonstrieren können. Das wird die wirkliche Bewährungsprobe sein,” so Basma Kodmani, eine Sprecherin des Rats.

Laut dem Friedensplan des UN-Sondergesandten Kofi Annan muss die syrische Führung das Recht auf Versammlungsfreiheit achten.

Die USA warnten bereits, dass nicht die Worte sondern die Taten der Regierung in Damaskus zählen würden.