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Krisenvorsorge: Was man aus der Katastrophe lernen kann

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Krisenvorsorge: Was man aus der Katastrophe lernen kann

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Nach einer Naturkatastrophe gehört es mit zum wichtigsten Schulen wiederaufzubauen. Aber welche Lehren kann man aus einer Katastrophe ziehen? Was können junge Menschen aus traumatischen Ereignissen lernen? Darum geht es diese Woche bei “Learning World”. Begleiten sie uns nach Japan, Kenia und Italien.

Japan: Radioaktivität als Schulthema

Nach der Kernschmelze von Fukushima gehört radioaktive Verstrahlung für viele japanische Familien zum täglichen Leben. Viele Schulen nehmen dieses Thema auf und lehren ihre Schüler, wie Strahlung vermieden werden kann. Aber darüber zu sprechen, ohne die Kinder noch mehr zu traumatisieren, ist eine große Herausforderung.

Stress und Angst können Schäden verursachen, die fast so ernst sein können wie radioaktive Strahlung. In Japan suchen Lehrer, die in der Nähe der Kernreaktoren von Fukushima arbeiten, nach dem besten Weg, um kleine Kinder über die Gefahren von Strahlung aufzuklären, ohne sie zu verängstigen. Ihrer Meinung nach ist die Schule der beste Ort dafür, da Kinder früher oder später mit den Folgen der Katastrophe konfrontiert werden.

Mehr Informationen im Internet unter:

“ fr.rian.ru “: http://fr.rian.ru/discussion/20120312/193869045.html

Kenia: Lernen, um der Dürre zu entkommen

In Kenia ist das ganze Leben von der Dürre geprägt, von der Beschaffung von Nahrungsmitteln bis zur Arbeit. Ali ist einer der jungen Menschen, dessen Leben davon auf den Kopf gestellt wird: vertrieben und unter verheerenden Bedingungen lebend, glaubt er fest daran, dass Bildung seine Chance für ein besseres Leben ist.

Ali und seine Familie leben zusammen mit vielen anderen vertriebenen Familien in einem Lager. Sie kümmern sich um ihre Ziegenherden, während sie auf der Suche nach Nahrung und Arbeit sind. Ali wurde in die Stadt geschickt, um die Schule zu beenden, in der Hoffnung, dass er später eine Arbeit findet, um für seine Familie sorgen zu können. Jetzt trägt er die Verantwortung für seine Mutter und seine Geschwister. Unter diesen Bedingungen zu lernen, ist eine große Herausforderung. In der Familienhütte macht er seine Hausaufgaben im Licht einer Taschenlampe. Und trotzdem hat er gute Noten.

Nach den Schätzungen der Vereinten Nationen sind etwa 12 Millionen Menschen am Horn von Afrika von der Dürre betroffen.

Italien: Lehren aus der Flut

In Italien haben die Überschwemmungen in Ligurien einige Lehrer dazu angeregt, die Ursachen der Katastrophe anhand von Feldversuchen mit ihren Schülern zu untersuchen. Es ist eine Art, ihnen ihre Umwelt nahezubringen und ihnen beizubringen, wie man Katastrophen verhindert.

Im Oktober letzten Jahres gab es an der ligurischen Küste zwischen Genua und La Spezia heftige Überschwemmungen, die ganze Städte zerstört und auch das Gebiet Cinque Terre, das berühmte Unesco-Weltkulturerbe, getroffen haben. Ganze Landstriche haben sich unwiderbringlich verändert.

Fünf Monate später besuchen Schüler der Ubaldo Mazzini Oberschule einen wissenschaftlichen Kurs, bei dem sie die Schäden in der Region untersuchen, um die Ursachen der jüngsten Katastrophe zu verstehen.

Angeleitet von Prof. Roberto Antiga lernen die Schüler, wie man die Bodenstruktur bezüglich Textur, Durchlässigkeit und Ph-Wert analysiert. Die Bodenproben werden in den benachbarten Gebieten gesammelt. Das Projekt folgt den Richtlinien eines Programms, das von der regionalen Zweigstelle des italienischen Ministeriums für Bildung, Universität und Forschung konzipiert wurde.