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Übergangspräsident in Mali legt Amtseid ab

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Übergangspräsident in Mali legt Amtseid ab

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Im westafrikanischen Mali hat der Übergangspräsident Dioncounda Traoré seinen Amtseid abgelegt.

Er soll die Geschicke des Landes maximal 40 Tage lang leiten und in dieser Zeit Neuwahlen organisieren. Das wird allerdings nicht leicht, denn Mali ist geteilt.

Tuareg-Rebellen nutzten das Machtvakuum nach dem Putsch vor drei Wochen, um den Norden zu erobern und den eigenen Staat Azawad auszurufen.

Traorés Kritiker glauben, dass der 70-Jährige der Aufgabe nicht gewachsen sei.

Die Städte Kidal, Gao und Timbuktu sind in den Händen der Tuareg-Rebellen, die mittlerweile drei Viertel des Wüstenstaats kontrollieren.

Wegen der Kämpfe zwischen Regierung und Rebellen sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 200.000 Menschen geflohen.

Die Europäische Union warnt unterdessen vor einer humanitären Katastrophe, falls die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten nicht bald verbessert werde.