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Unglück in peruanischer Mine sorgt für Kritik an illegalem Bergbau

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Unglück in peruanischer Mine sorgt für Kritik an illegalem Bergbau

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Die neun peruanischen Bergleute befinden sich nach ihrer Rettung in medizinischer Versorgung.

Mit Sonnenbrillen schützen die Kumpel ihre Augen, nachdem sie eine Woche lang in 200 Meter Tiefe in einer illegal betriebenen Mine eingeschlossen waren.

“Uns war kalt, wir waren hungrig”, berichtet einer der Bergleute. “Es war komplett dunkel, wir haben kein Tageslicht gesehen. Wir hatten nichts, worauf wir schlafen konnten.”

Unter den Geretteten ist auch sein Sohn, der sagt: “Wir haben alle das Essen geteilt, die einzige Wahl die wir hatten, war die Hoffnung nicht aufzugeben.”

In der Region, in der sich der Unfall ereignete, arbeiten nach Angaben der örtlichen Verwaltung rund 30.000 Menschen in illegalen Minen.

Die Grube, in der die neun Kumpel eingeschlossen waren, war offiziell in den 80er Jahren stillgelegt worden.

Die Anlage Cabeza de Negro soll nun für immer geschlossen werden, die Kritik im In- und Ausland an illegalem Bergbau in dem südamerikanischen Land stieg im Zuge des Unglücks.

Die Erträge aus dem Bergbau stellen 60 Prozent des peruanischen Exportes dar.