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WTO zeichnet düsteres Bild vom Welthandel

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WTO zeichnet düsteres Bild vom Welthandel

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Die Welthandelsorganisation hat ein düsteres Bild vom derzeitigen internationalen Warenaustausch gezeichnet. Das Wachstum des Welthandels werde sich 2012 zum zweiten mal in Folge deutlich verlangsamen, teilte die WTO in Genf mit.
Hauptgrund sei vor allem die europäische Schuldenkrise.

Das laufende Jahr sei erneut von gegensätzlichen wirtschaftlichen Entwicklungen gekennzeichnet, erklärte WTO-Direktor Pascal Lamy. Noch sei nicht abzusehen, ob die Krise anhalte oder ob sich die Lage leicht verbessere.

Das Wachstum des Welthandels erlebte 2011 einen empfindlichen Dämpfer – es stürzte von 13,8 auf nur noch fünf Prozent ab. In diesem Jahr fällt es laut WTO noch geringer aus. Erst 2013 ist demnach wieder mit größerer Aktivität zu rechnen.

Bis dahin bleibe der Welthandel sehr anfällig für Negativentwicklungen. Die WTO beklagte zudem, dass viele Länder auf weltweite Wirtschaftsprobleme mit protektionistischen Maßnahmen reagieren, die dem Welthandel
zusätzlich schaden würden.

Solcherart “wirtschaftlicher Nationalismus” untergrabe “schrittweise die Vorteile eines offenen Handels. Diesem Trend müssten die WTO-Mitgliedstaaten entgegenwirken.