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Nordkoreas Raketentraum endet im Gelben Meer

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Nordkoreas Raketentraum endet im Gelben Meer

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Das Jahr 2012 sollte für Nordkorea DAS Jahr werden, in dem das Land eine „große und reiche Nation“ wird: Hundertster Geburtstag des Republikgründers Kim Il-sung, die Nachfolger
Kim Jong-il und Kim Jong-un mit etwas Nachhilfe 70 und 30 Jahre alt.

Doch die erste Demonstration dieser Größe fiel ins Wasser: Ein groß angekündigter und international kritisierter Start einer Rakete endete mit
einer Bruchlandung, die anders als bisher auch zugegeben wurde.

Also konnten sie auch Bürger von Pjöngjang kommentieren.

Ko Kyong Hwa:

“Sogar große Länder wie Russland und die ÚSA bringen Satelliten erst nach vielen Anläufen hoch. Obwohl es bei uns diesmal nicht geklappt hat, bin ich stolz auf den Versuch.”

Ri Kyong Sin:

“Erfolg und Scheitern sind zwei Seiten einer Medaille.”

Im Jahr 2005 hatte Nordkorea unter Kim Jong-il bekanntgegeben, einsatzfähige Atomwaffen zu besitzen. Mit der abgestürzten Rakete sollte angeblich ein Satellit ins All geschossen werden.

Ein atomarer Sprengkopf ginge aber auch – nach dem Gesichtsverlust fürchten Experten Atomtests.

mit Reuters, AFP, AP