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Proteste gegen Assad in türkischen Flüchtlingslagern

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Proteste gegen Assad in türkischen Flüchtlingslagern

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In den Flüchtlingslagern an der türkisch-syrischen Grenze haben an diesem Freitag zahlreiche Syrer gegen das Regime von Baschar al-Assad demonstriert. Wie hier in Yayladagi beklagten sie weitere Verletzungen des Waffenstillstands durch die Regierung in Damaskus. Medienberichten zufolge kam es auch in der Grenzregion zu einem Schusswechsel zwischen Rebellen und der syrischen Armee.

Auch im Flüchtlingslager Kilis, in dem 9.300 Syrer untergekommen sind, kam es zu Protesten. Für Journalisten war der Zugang nicht gestattet. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen stellte weitere 1600 Zelte zur Verfügung. euronews-Reporter Mustafa Bag berichtet, die syrischen Flüchtlinge im Lager würden sagen, sie hätten hier keine Probleme. Sie wünschten aber, so schnell wie möglich in ihr Land zurückkehren zu können.

“Mein Land ist mir teuer”, sagt einer von ihnen, “ich hoffe, so bald wie möglich nach dem Rücktritt Assads zurückkehren zu können. Ich bedanke mich bei den Medien, der Türkei, den europäischen Ländern und den USA.” Ein anderer Flüchtling forderte von der türkischen Regierung stärkere Bemühungen, um sein Land von Baschar al-Assad zu befreien. Er habe keine Nachrichten aus Syrien, denn es gebe Kommunikationsprobleme, etwa mit Telefonleitungen oder dem Internet.

Die türkischen Behörden registrierten bislang mehr als 24.000 Flüchtlinge. Nach Angaben von Hilfsorganisationen haben 100.000 Syrer Zuflucht in Jordanien und im Libanon gesucht.