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UN kritisieren Nordkoreas Raketenstart

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UN kritisieren Nordkoreas Raketenstart

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Weltweit ist der nordkoreanische Raketenstart auf Ablehnung gestoßen. In Südkorea protestierten zahlreiche Menschen gegen den Versuch des Nachbarn, der nach eigenen Angaben einen Satelliten ins All schießen wollte. Für die Südkoreaner handelt es sich um einen Test mit einer Interkontinentalrakete.

UN-Sprecherin Corinne Momal Vanian sagte in Genf, der Start stelle eine direkte Verletzung der Sicherheitsratsresolution 1874 dar und bedrohe die Stabilität in der Region. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen fordere die Volksrepublik Nordkorea auf, keine weiteren provokativen Aktionen vorzunehmen, die die Spannungen in der Region verstärkten.

Russland verurteilte den Start zwar, machte aber zugleich klar, dass es keine neuen Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang geben werde. Außenminister Sergej Lawrow sagte, es sei nötig, auf die “existierenden Herausforderungen” ausschließlich mit politischen und diplomatischen Mitteln zu reagieren. Er fordere alle Parteien zu einem Maximum an Verantwortung und Selbstkontrolle auf und dazu, die Sechs-Parteien-Gespräche wieder aufzunehmen.

Der Weltsicherheitsrat hatte Nordkorea mehrfach kritisiert und mit Sanktionen belegt. In der Resolution 1874 wird Nordkorea aufgerufen, jegliche Starts “unter Verwendung ballistischer
Raketentechnologie” zu unterlassen.