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Demos und Hungerstreik erreichen Russlands Provinz

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Demos und Hungerstreik erreichen Russlands Provinz

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Astrachan ist eine südrussische Stadt an der Wolga mit gut einer halben Million Einwohner. Ein paar davon sind seit einem Monat im Hungerstreik, um Oleg Schein zu unterstützen. Der Kandidat der Partei Gerechtes Russland hatte Anfang März die Bürgermeisterwahl gegen den Vertreter der Kreml-Partei Geeintes Russland verloren. Nicht mir rechten Dingen, wie er meint.

Oleg Schein:

“Heute vereint Astrachan die Herzen all derer, die in Freiheit leben wollen, die keine Sklaven sein wollen, die ein würdiges Leben in dem großartigen Land Russland leben wollen!”

Für viele Putin-Kritiker ist Astrachan der Beweis: Auch außerhalb der Metropolen Moskau und St. Petersburg gibt es kritische Geister.

Insgesamt rund 10 000 Unterstützer der beiden Kontrahenden waren am Samstag auf der Straße. Schein will Anfang kommender Woche eine Klage gegen die Wahlergebnisse einreichen und dann über den Hungerstreik entscheiden.

Der siegreiche Kandidat Michail Stoljarow – für ihn waren 60 Prozent der abgegebenen Stimmen ausgezählt worden – will lieber wieder Ruhe im Land:

“Skandale bauen keine Straßen oder reparieren sie. Skandale verbessern weder Bildungs- noch Gesundheitssystem, bauen keine Kindergärten, und bessere kommunale Dienstleistungen schaffen sie auch nicht.”

mit Reuters, AFP, RIA Novosti