Eilmeldung

Eilmeldung

Italiens Steuerfahnder arbeiten auf Hochtouren

Sie lesen gerade:

Italiens Steuerfahnder arbeiten auf Hochtouren

Schriftgrösse Aa Aa

Mehrere europäische Staaten haben der Steuerflucht den Kampf angesagt. Das finanziell stark angeschlagene Spanien stellte ein entsprechendes neues Gesetz vor. Demnach sollen kommerzielle Barzahlungen von mehr als 2500 Euro verboten werden. Spaniens Schwarzarbeit soll schätzungsweise ein Fünftel seiner Wirtschaft ausmachen.

Finanzminister Cristobal Montoro mahnte zur Vorsicht. Es gebe keine Schätzungen, wieviel mehr Steuern durch die Pläne eingenommen würden.

Auch italienische Steuerfahnder führten in den vergangenen Monaten verstärkt Kontrollen durch. 120 Milliarden Euro jährlich gehen dem Staat durch Steuerflucht verloren – für viele Italiener ein Kavaliersdelikt.

Italiens Präsident Giorgio Napolitano sprach von einem weit verbreiteten Verhalten. Trotzdem solle Steuerflucht nicht mit Italien gleich gesetzt werden.

Rund eine Woche nach dem umstrittenen Stuerabkommen mit Deutschland schloss die Schweiz auch mit Österreich eine entsprechende Vereinbarung. Bisher unversteuertes Geld von Österreichern in der Schweiz wird danach einmalig mit 15 bis 38 Prozent besteuert.