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Dschalili im euronews-Interview

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Dschalili im euronews-Interview

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Der Atomunterhändler des Irans Said Dschalili hat vor Euronews die friedlichen Zwecke des Kernenergieprogramms unterstrichen. Er wiederholte, den Dialog mit der 5 plus 1 Gruppe Ende Mai in Bagdad fortsetzen zu wollen.

Vor 15 Monaten habe er in Istanbul bereits sofortige Bereitschaft zur Fortsetzung der Gespräche demonstriert, sagte Schalili. Der Iran sei damals bereit gewesen. Die Gespräche würden gemessen an der Zusammenarbeit geformt. Nun sei auch die andere Seite bereit, was der Iran begrüße.

Dschalili bedauerte die verschärften europäischen Sanktionen, die den Import von iranischem Erdöl betreffen: Die Europäer zahlten derzeit einen hohen Preis, den sie nicht zahlen müssten. Sie verpassten Gelegenheiten und Möglichkeiten, was negative Auswirkungen auf ihre Wirtschaft habe, so Dschalili. Die Islamische Republik Iran verfüge über große Export-Möglichkeiten in europäische Länder, vor allem was Energie und Öl betreffe. Europa übergehe den iranischen Markt mit seinen 70 Millionen Menschen.

Gleichzeitig kritisierte der Atomunterhändler auch die Sanktionen gegen iranische Banken.

Der Iran könnte ein großer Abnehmer von europäischen Importen sein. Den Preis für die Sanktionen auf iranische Banken müssten jedoch die Europäer zahlen, so Dschalili. Da der Iran Waren weder ex- noch importieren könne, gingen tausende Aufträge verloren.