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Kim Jong-un: Machthaber 2.0?

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Kim Jong-un: Machthaber 2.0?

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Alles war wie immer, jedenfalls fast. Mit einer Militärparade feierte das Regime in Nordkorea den vor 100 Jahren geborenen Republikgründer, seinen Enkel Kim Jong-un und sich selbst.

Zwei Neuerungen beschäftigen professionelle Nordkorea-Deuter: Ein mißglückter Raketenstart wurde öffentlich zugegeben. Und der Machthaber ergriff das Wort. Zeichen einer neuen “Offenheit”?

Bob Woodruff (ABC News):

“Kim Jong-un ist wohl offener und öffentlicher als sein Vater. Was er sagte – Themen und Inhalte, könnte auch von seinem Vater sein. Das ist wie all die Jahre zuvor, nicht wirklich anders.

Aber die Tatsache, dass er 20 Minuten lang gesprochen hat, im Vergleich zu einem einzigen Satz seines Vaters vor vielen Jahren – das ist neu.

Die andere Neuigkeit hier, natürlich, ist dieser fehlgeschlagene Raketenstart. Dieses Mal, mit Kim Jong-un, beschlossen sie, das tatsächlich bekanntzugeben – Stunden nach dem Absturz dieser Rakete. Aber sie haben es gemacht. Das war unter Kim Jong-il noch nie da.”

Manche wollen neben Waffengeklirr auch versöhnliche Töne in Kim Jong-uns Rede wahrgenommen haben. Er sei unglücklich über die jahrzehntelange Spaltung der koreanischen Halbinsel. Nordkorea sei zur Zusammenarbeit mit jedem bereit, der eine Wiedervereinigung auf der koreanischen Halbinsel anstrebe.

mit dpa, Reuters, AP