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Afghanistan: Offene Fragen nach Taliban-Attacke

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Afghanistan: Offene Fragen nach Taliban-Attacke

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Die Angriffe der Taliban in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind niedergeschlagen. 47 Menschen kamen ums Leben, meldete das afghanische Innenministerium, 36 Taliban, 8 Sicherheitskräfte und drei Zivilisten. Während der Innenminister Bismillah Mohammadi aus Pakistan heraus angreifende Islamisten hinter der Attacke sieht, wirft Afghanistans Präsident Hamid Karsai zudem dem afghanischen Geheimdienst, vor allem aber der Nato Versagen vor. Dies habe die Angriffe erst möglich gemacht, so der Staatschef.

Erst vor drei Tagen hatte sich NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen dabei in Kabul an der Seite Karsais Seite wie folgt geäußert: “Ich habe nun mit meinen eigenen Augen gesehen, dass Eure Spezialkräfte zu den absolut besten der Welt gehören. Und das macht mich zuversichtlich und es sollte dem afghanischen Volk Zuversicht geben.”

Bei weiteren Gefechten sind an diesem Montag in Pul i Alam laut der Polizei vier Taliban erschossen und ein Waffenlager der Extremisten ausgehoben worden.

Neben Kabul hatten die Taliban auch Orte im Osten attackiert. Und auch in der nordafghanischen Stadt Kundus war offenbar ein Angriff vorgesehen. Die lokale Polizei teilte mit, sie habe aber 15 Kämpfer der Islamisten gefangennehmen können.

In Kundus ist die deutsche Bundeswehr stationiert. Die Bundesregierung in Berlin hält indes trotz der von den Taliban als “Frühjahrsoffensive” bezeichneten Kämpfe an den Plänen zum Bundeswehr-Abzug fest.