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Amerikagipfel ohne Erfolge

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Amerikagipfel ohne Erfolge

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Ein gemeinsames Foto der Staatspräsidenten, freundliches Winken, bemühtes Lächeln – mehr bleibt nicht vom diesjährigen Amerikagipfel in Kolumbien. Eine gemeinsame Abschlusserklärung blieb, wie schon 2009, aus. Nahezu alle Länder Lateinamerikas waren sich zwar einig, dass Kuba beim nächsten Treffen im Jahr 2015 mit dabei sein soll, doch die USA blieben bei ihrem Veto.

“Kuba hat sich im Gegensatz zu anderen Ländern noch nicht in Richtung Demokratie bewegt”, erklärte US-Präsident Barack Obama. “Die Menschenrechte stehen in Frage. Ich bin aber guter Hoffnung, dass sich dieser Wandel zukünftig auch in Kuba vollziehen wird.”

Für Aufsehen sorgte das Fehlverhalten von elf Leibwächtern Barack Obamas. Sie hatten sich offenbar mit örtlichen Prostituierten eingelassen. Auch dazu äußerte sich Obama während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kolumbiens Staatspräsident Juan Manuel Santos: “Ich erwarte, dass die Ermittlungen in diesem Fall gründlich sein werden. Sollte sich herausstellen, dass die Presseberichte der Wahrheit entsprechen, werde ich natürlich böse sein.”

Neben der Kubafrage beschäftigte sich der Amerikagipfel mit den Themen Drogen- und Waffenhandel, der Bekämpfung von Armut und mit möglichen Maßnahmen gegen Naturkatastrophen. Trotz ihres Vetos haben die USA Interesse an guten Beziehungen mit den Staaten Lateinamerikas. Die Region ist einer der wichtigsten Exportmärkte der USA.