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Beobachter nehmen Arbeit in Syrien auf - Weiter Gefechte

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Beobachter nehmen Arbeit in Syrien auf - Weiter Gefechte

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Das Vorausteam der Beobachtermission der Vereinten Nationen hat in Syrien seine Arbeit aufgenommen. Zunächst sollen die sechs UN-Monitore Gespräche mit der syrischen Regierung führen. Aufgabe der Blauhelme ist es, den Truppenabzug aus den Städten und die bisher noch sehr brüchige Waffenruhe zu überwachen. Waffenruhe und Truppenabzug gehören zum Sechs-Punkte-Plan des internationalen Gesandte Kofi Annan, der von Damaskus und der Opposition akzeptiert wurde. Der Rest des 25 bis 30
Mitglieder umfassenden Vorauskommandos werde so bald als möglich folgen, hiess es. Nach Angaben von Regimegegnern ist es auch an diesem Montag wieder zu Granatbeschuss auf zwei Viertel der Stadt Homs gekommen. In Hama seien zwei Zivilisten in ihrem Auto erschossen worden sein. Auch aus Idlib wurden Gefechte gemeldet.

In der Türkei wurden bislang mehr als 24.000 Flüchtlinge aus Syrien registriert. Auch aus dem Grenzgebiet werfen weiter Schießereien gemeldet.
Viele Flüchtlinge zeigen sich trotz der Beobachtermission nicht sehr optimistisch. “Dabei wird nichts herauskommen”, sagt einer von ihnen, “auch die Beobachter der Arabischen Liga waren dort. Assad hat mit ihnen gesprochen und sie blockiert. Er wird auch sie blockieren und belügen wie die anderen.” Eine Vertraute von Präsident Baschar al-Assad hatte vor dem Eintreffen der Beobachter erkärt, die Regierung behalte sich vor, Blauhelme abzulehnen, die aus Katar, Saudi-Arabien, der Türkei und
Frankreich kämen.