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Wirbel um Juan Carlos' Jagdunfall

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Wirbel um Juan Carlos' Jagdunfall

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Spaniens König Juan Carlos sieht sich nach seinem Jagdunfall in Afrika in seiner Heimat starker Kritik ausgesetzt. Der 74-Jährige hatte sich am Samstag bei einem Jagdausflug in Botswana die Hüfte gebrochen. Die spanischen Tierfreunde sind erzürnt, weil Juan Carlos ausgerechnet auf Elefanten Jagd gemacht hat, viele Spanier kritisieren, dass der König in Zeiten großer wirtschaftlicher und sozialer Probleme in seiner Heimat seiner teueren Leidenschaft nachgegangen ist.

Der Regierungschef des spanischen Baskenlandes, Patxi Lopez, sagte, es wäre nicht schlecht, wenn Juan Carlos sich entschuldigen würde. Er habe zwar wie alle anderen Menschen ein Recht auf ein Privatleben. Es gebe jedoch gewisse Dinge, die die Bürger nicht verstünden, und eins davon
sei diese Reise.

Tierschützer reagierten mit Abscheu auf die im Internet verbreiteten Bilder eines stolz in die Kamera blickenden Königs mit einem getöteten Elefanten im Hintergrund. Bereits vor sechs Jahren
hatte die Jagdleidenschaft des Königs zu einem Skandal geführt.

Kürzlich erst war das Königshaus kritisiert worden, weil der ehemalige Ehemann der Infantin Elena, Jaime de Marichalar, seinem 13-jährigen Sohn Felipe Juan Froilán ein für Kinder nicht zulässiges Gewehr gegeben hatte. Der Junge schoss sich versehentlich in den Fuß und musste operiert werden.

Außerdem ermittelt die spanische Justiz gegen den königlichen Schwiegersohn Iñaki Urdangarin. Er wird verdächtigt, als Vorsitzender einer gemeinnützigen
Stiftung öffentliche Gelder in Millionenhöhe veruntreut zu haben.