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"Zehn Wochen Hölle" - Breivik vor Gericht

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"Zehn Wochen Hölle" - Breivik vor Gericht

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Norwegen macht sich auf einen schmerzhafte Wochen gefasst. Denn ab Montag steht Anders Behring Breivik, der Attentäter von Oslo und Utoya, wegen Terrorismus und vorsätzlichem Mordes in der norwegischen Hauptstadt vor Gericht.

“Ich denke wir sehen zehn Wochen Hölle entgegen”, meint Trond Blattmann, Leiter der Opfervereinigung 22. Juli. “Breiviks Ausführungen, warum er es getan hat, werden für uns alle eine große Herausforderung sein.”

In die in Norwegen seit Monaten herrschende Abscheu und unter die Rufe nach einer harten Bestrafung mischen sich auch andere Stimmen. Familie Linaker hat auf der Insel Utoya ihren Sohn verloren. Die Mutter des Opfers sieht im Mörder ihres Kindes trotzdem mehr als ein Monster: “Auch er ist ein Mensch, auf dessen Lebensweg viel falsch gelaufen ist. Er sollte als menschliches Wesen behandelt werden.”

Die Staatsanwaltschaft wirft dem
33-Jährigen vor, im Juli 2011 in Oslo mit einer Autobombe acht Menschen getötet zu haben. Anschließend habe er auf der Insel Utya in einem Feriencamp gezielt 69 junge Sozialdemokraten erschossen. Breivik hat die Taten bereits gestanden.