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Argentinien will Repsol-Anteil an YPF nicht bezahlen

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Argentinien will Repsol-Anteil an YPF nicht bezahlen

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Argentinien will den Anteil von 8 Milliarden Euro des spanischen Konzerns Repsol an YPF nicht bezahlen. Das sagte Argentiniens Vize-Wirtschaftsminister Axel Kicilliof vor dem Kongress in Buenos Aires. Die angekündigte Verstaatlichung der argentinischen Repsol-Tochter YPF hat die Beziehungen zwischen Buenos Aires und Madrid extrem angespannt.

Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy sagte während seiner Lateinamerika-Reise in Mexiko, die Entscheidung Argentiniens habe das gute Verständnis zwischen beiden Ländern zerstört, das immer charakteristisch für deren Beziehungen gewesen sei. Außerdem schade es Spanien und Argentinien.

Die argentinische Regierung bezichtigt Repsol, die hohen Gewinne in Argentinien als Dividende verteilt zu haben, mit nur geringen Investitionen im Land. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner sagte:

“Diese Präsidentin wird nicht auf irgendwelche Drohungen oder Ausbrüche antworten oder auf den Mangel an Respekt, der in manchen unverschämten Kommentaren geäußert wurde. Erstens repräsentiere ich das argentinische Volk. Und zweitens bin ich ein Staatsoberhaupt und kein Bohrturmarbeiter.”

Die Gesetzesvorlage sieht die Verstaatlichung von 51 Prozent der Aktien von YPF vor. Der spanische Erdöl-Konzern Repsol als bisheriger Mehrheitseigner würde so die Kontrolle über YPF verlieren. Entgegen ersten Berichten wird die argentinische Unternehmerfamilie Eskenazi ihren Anteil von 25,5 Prozent behalten dürfen.