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YPF-Enteignung: Spanien droht mit Maßnahmen


Argentinien

YPF-Enteignung: Spanien droht mit Maßnahmen

Argentinien will den größten Ölkonzern des Landes teilweise verstaatlichen. Laut einem Gesetzentwurf, den die Regierung in Buenos Aires am Montag vorlegte, sollen 51 Prozent der Anteile der Ölfirma YPF enteignet werden.

YPF wird vom spanischen Repsol-Konzern kontrolliert. Dieser bezeichnete die Entscheidung als “illegal” und verlangt eine Entschädigung von bis zu umgerechnet 7,5 Milliarden Euro.

Der spanische Minister für Industrie, Energie und Tourismus, José Manuel Soria, erklärte, dass die Regierung ihre Haltung angesichts der feindlichen Handlungen der argentinischen Behörden nicht ändern werde. Er sprach von diplomatischen, wirtschaftlichen und industriellen Konsequenzen.

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner begründete die geplante Enteignung in einer Fernsehansprache. Das Unternehmen habe zu wenig in den Ausbau der Ölförderung investiert.

Wegen der drohenden Verstaatlichung von YPF, brachen die Aktien des Mutterkonzerns Repsol ein.

In den vergangenen zwei Tagen hat der spanische Ölkonzern knapp zwei Milliarden Euro an Börsenwert verloren.

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