Eilmeldung

Eilmeldung

YPF: Es kracht zwischen Spanien und Argentinien

Sie lesen gerade:

YPF: Es kracht zwischen Spanien und Argentinien

Schriftgrösse Aa Aa

Argentiniens Plan den Ölkonzern YPF teilweise zu verstaatlichen sorgt international für Aufregung. Spanien, Sitz des Mutterkonzerns Repsol, ist empört und geht in die Offensive.
Madrid bekommt dabei Rückendeckung von der Europäischen Union.

Die EU verschob ein für diese Woche angesetztes Treffen mit Argentinien und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso erklärte:
“Wir erwarten, dass die argentinischen Behörden
sich an ihre internationalen Verbindlichkeiten
und Verpflichtungen halten, besonders diese in Bezug auf ein bilaterales Abkommen zum Schutz von spanischen Investitionen.”

Madrid bestellte den argentinischen Botschafter zu Gesprächen. Der spanische Industrieminister José Manuel Soria drohte mit Konsequenzen, Argentinien werde “wie ein Pestkranker” behandelt werden, sollte die Enteignung kommen.

Spaniens Außenminister José Manuel García-Margallo zufolge schneidet sich Argentinien ins eigene Fleisch. Er machte sich zudem Sorgen, durch die Geschichte entstehe Misstrauen und die langjährige, enge Beziehung zwischen Spanien und Argentinien könne in die Brüche gehen.

Die argentinische Entscheidung hat demnach dem Klima der Freundschaft zwischen beiden Ländern geschadet. Nicht nur die Politiker, auch viele Spanier scheinen aufgebracht zu sein: “Argentinien hat so viel Hilfe von Spanien erhalten. Ich hoffe, die spanische Regierung ergreift Maßnahmen und beweist Stärke, denn ich habe es satt, dass sie uns übers Ohr hauen.”

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner gab an, dass sie sich nicht einschüchtern lasse, sie sei ein Staatsoberhaupt, kein Ganove.