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Brüsseler NATO-Treffen im Zeichen Afghanistans

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Brüsseler NATO-Treffen im Zeichen Afghanistans

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Die Außen- und Verteidigungsminister der NATO-Staaten sind in Brüssel zu letzten Beratungen über den Chicagoer Bündnisgipfel im Mai zusammen gekommen.

Es geht vor allem um den geplanten Abzug der NATO-Kampftruppen aus Afghanistan.

Offizielles Datum für diesen ist Ende 2014. Experten gehen jedoch davon aus, dass die ISAF-Schutztruppe auch über diesen Zeitpunkt hinaus im Land bleiben und notfalls eingreifen wird.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sprach den afghanischen Sicherheitskräften sein Vertrauen aus und sagte: “Wir haben in der Praxis gesehen, dass sie sehr professionell mit den Herausforderungen vor Ort umgehen.”

Erst am Wochenende jedoch mussten die Bündnistruppen in Afghanistan zu Hilfe eilen, nachdem Taliban-Milizen in mehreren Städten angegriffen hatten.

Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maiziere äußerte bei seiner Ankunft in Brüssel: “Die gemeinsame Sitzung der Aussen- und Verteidigungsminister heute und morgen dient der Vorbereitung des Gipfeltreffens der NATO in Chicago. Wir werden uns beschäftigen mit dem Fähigkeitsprofil der NATO auch in Zukunft. Auch mit der Frage, was können wir in Zukunft besser gemeinsam machen.”

Unser Korrespondent Andrei Beketov sagt: “Die Minister sind zufrieden mit der transatlantischen Kooperation in der Libyen-Frage. Sorge besteht jedoch beim Thema Afghanistan. Es ist die Angst vor einem neuen Sicherheitsproblem, wenn die Bündnistruppen das Land am Hindukusch verlassen.”