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FT: Buenos Aires torpedierte Repsols China-Connection

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FT: Buenos Aires torpedierte Repsols China-Connection

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Im Streit zwischen Argentinien und Spanien um die Teilverstaatlichung des Ölkonzerns YPF gibt es neuen Zündstoff: Laut “Financial Times” versuchte der spanische Ölkonzern Repsol, seinen Mehrheitsanteil an der argentinischen Ölfirma YPF an den chinesischen Energiekonzern Sinopec zu verkaufen. Die Verhandlungen seien aber von der Teilverstaatlichung von YPF durch Argentinien torpediert worden.

Zwischen China und Argentinien existieren durchaus Verbindungen im Ölgeschäft. So exportierte Buenos Aires 2010 ein knappes Drittel seines Rohöls in die Volksrepublik, die nach den USA der zweitgrößte Kunde ist.

Sinopec seinerseits ist der größte Raffineriebetreiber in China und arbeitet mit Repsol bereits in Brasilien zusammen. An der dortigen Tochter halten die Chinesen einen Anteil von 40 Prozent.

Dass Sinopec noch bei YPF zum Zug kommt, erscheint angesichts der aktuellen Entwicklungen zweifelhaft. Analysten erklärten, es komme für die argentinische Regierung einem politischen Selbstmord gleich, dem Verkauf an die Chinesen nach der Enteignung von YPF noch zuzustimmen.