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Fucking will einfach nur Fucking bleiben

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Fucking will einfach nur Fucking bleiben

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Auf Deutsch ist das einfach ein ganz normaler Ortsname: Lustig wird es nur, wenn Engländer oder Amerikaner hier in Oberösterreich vorbeikommen – die sagen schließlich auch nicht wie wir “Fucking”.

Gerade kommt wieder einmal die Frage auf, ob man den Namen deshalb ändern sollte. Immerhin büßt Fucking wegen seines Namens dann und wann auch mal ein Ortsschild ein.

Man habe die Schilder schon einbetoniert, vernietet,
verschraubt, alles Mögliche, sagt Franz Meindl, der Bürgermeister von Tarsdorf, zu dem Fucking gehört.
Seit es Akkuschrauber gebe, gebe es aber auch keine richtigen Hindernisse mehr.

Eine Dame im Ort hat nun zur Selbsthilfe gegriffen:
“Fugging” heißt es jetzt bei ihr auf dem Nummernschild am Haus – das würde manches wohl schon entschärfen.

Andere Einwohner sehen die Debatte dagegen gelassener, auch wenn an der Ortstafel immer mal Unfug getrieben wird. Sogar ausziehen würden sich manche, um am Ortsschild für ein Foto zu posieren, sagt Hilda Galuseder. Andere Leute würden immer erst einmal darüber lachen, meint Johann Leitner, aber dann sei es auch schnell wieder gut. Man sei dadurch eben immer im Gespräch.

Geändert werde daran auch nur etwas, wenn die Bürger das wollten, meint der Bürgermeister. Bisher war der Wille dazu nicht sehr ausgeprägt, wie schon
vor längerem eine Befragung ergab. Wer nahe am Ortsschild wohne, sei eher für eine Änderung, sagt Meindl; anderen sei das schlicht zu teuer.