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Wenige Antworten im Utøya-Prozess

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Wenige Antworten im Utøya-Prozess

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Für Anders Behring Breivik war es wieder ein Tag im Zeugenstand: Am dritten Verhandlungstag wurde der Attentäter von Oslo und Utøya erneut selbst vernommen.

In den Blickpunkt rückt nun aber auch sein rechtsextrem angehauchter Gruß jeden Morgen:
Opfer und Hinterbliebene wollen verhindern, dass er diesen Gruß zeigen kann. Der Opferverband spricht von einer Provokation und von einer “mächtigen Schweinerei”.

Die Staatsanwälte befragten Behring Breivik unter anderem zu Auslandsreisen und -kontakten. Seine Antworten blieben aber dürftig. Vor allem beschwerte er sich darüber, dass die Befragung ihn aus seiner Sicht als unglaubwürdig darstellen und lächerlich machen solle.

Er lehnte es auch ab, etwas über den Geheimbund von Nationalisten zu sagen, dem er nach eigenen Angaben angehört. Laut Polizei gibt es für diese
Vereinigung, die so genannten Tempelritter, keinen
Anhaltspunkt.

In London demonstrierten Mitglieder der islamfeindlichen English Defence League, die mit
Anders Behring Breivik sympathisiert – oder zumindest mit seinen Ideen der Überfremdung westlicher Länder. “Mit seinen Worten hat er recht”,
meint EDL-Anführer Stephen Lennon; “aber seine Taten waren ekelhaft”.

Morgen will die Staatsanwaltschaft in Oslo Behring
Breiviks Leben weiter beleuchten – dann die Jahre ab 2006, die Jahre der Anschlagsplanung.