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Bildung in Kriegsgebieten: Lernen unter schwierigen Bedingungen

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Bildung in Kriegsgebieten: Lernen unter schwierigen Bedingungen

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Nach Angaben von UNICEF gehen 39 Millionen Kinder im Grundschulalter in Kriegsgebieten nicht zur Schule. Und es ist schwierig, sie zurück ins Klassenzimmer zu bringen. “Learning World” zeigt Ihnen Beispiele, bei denen Bildung auch unter schwierigen Bedingungen funktioniert: an der Elfenbeinküste, in Somalia und im Gazastreifen.

Elfenbeinküste: zurück in die Schule

Während des Machtkampfs an der Elfenbeinküste wurden Schulen im ganzen Land geschlossen. Jetzt, da sich die Situation beruhigt hat, wird man sich der Traumata bewusst und Kinder werden dazu ermutigt, wieder zur Schule zu gehen.

Auf dem Höhepunkt der Krise konnten mehr als eine Million Kinder nicht zur Schule gehen. Und auch als das Land zur Ruhe kam und die Schulen wieder öffneten, waren nicht alle Schulbänke schnell wieder besetzt. Deshalb begann UNICEF mit Partnern eine nationale “Back to School”-Kampagne, die 80 Prozent der Schüler zurück in die Klassenzimmer brachte.

Weitere Informationen im Internet unter:

unicef

Somalia: zurückkehren, um zu helfen

Somalia ist ein vom Bürgerkrieg gezeichnetes Land. Auch das Bildungssystem ist zusammengebrochen. Der Mangel an Investitionen und qualifizierten Lehrern macht das Lernen zu einem harten Kampf für viele Schüler. Aber es gibt ein Projekt, das somalische Lehrer ins Land zurückholt.

Wie Amina Osman, die als technische Beraterin beim ICDSEA-Programm mitarbeitet, um dabei zu helfen, das Bildungssystem wieder aufzubauen.
Dazu gehört auch, die Strukturen vor Ort wieder aufzubauen, erklärt Bildungsberater Barry Reeves:
“Eigenverantwortung bedeutet, das Ministerium in alle Schritte mit einzubeziehen, es am Aufbau der institutionellen Strukturen zu beteiligen. Es bedeutet, zusammen das Bildungsprogramm für das Land zu planen und strategische Pläne zu implementieren, um diesem Prozess zu verwalten. Wir versuchen Strukturen und Kapazitäten aufzubauen, sodass die Somalis in Zukunft ohne externe Unterstützung arbeiten können.”

Weitere Informationen im Internet unter:

africa

Gaza: Hilfe zur Selbsthilfe

Die Gewalt und Konflikte in den palästinensischen Gebieten haben für viele Menschen im Gazastreifen zu katastrophalen Bildungs- und Lebensbedingungen geführt. Aber ein Projekt aus Doha in Katar bietet Hilfe in Form von Stipendien und psychologischer Unterstützung.

60 Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens ist jünger als 18 Jahre. Die NGO “Al Fakhoora” bietet Bildungs-Stipendien für Studenten, denn nur 20 Prozent von ihnen finden Arbeit, wenn sie ihren Abschluss haben. Die Idee, die dahinter steckt, ist junge Menschen auszubilden, damit sie ihr Wissen später an andere weitergeben können.

Mit Hilfe von virtuellen Workshops und sozialen Netzwerken sowie der Organisation von Reisen arbeitet “AL Fakhoora” daran, junge Menschen in Gaza in Verbindung mit der Welt zu bringen. Die Studenten haben Kontakte zu Studenten in den USA und in Katar.

fakhoora