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Frachter unter Verdacht auf Waffenlieferung für Syrien

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Frachter unter Verdacht auf Waffenlieferung für Syrien

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Die türkischen Behörden durchsuchen einen deutschen Frachter, die “Atlantic Cruiser”, wegen einer möglichen Waffenlieferung für Syrien.

Vorausgegangen war ein Katz- und Mausspiel im östlichen Mittelmeer. Unter anderem hatte das Schiff für einige Zeit seinen Ortungssender, den Transponder, abgestellt. Es gab sich dann aber wieder zu erkennen und wurde in den osttürkischen Hafen Iskenderun geschleppt.

Laut syrischen Oppositionellen sind an Bord des Schiffs schwere Waffen und Munition. Sie sollen im ostafrikanischen Dschibuti eingeladen worden sein.
Wegen der Unterdrückung der Proteste in Syrien besteht aber von Seiten der EU ein Waffenembargo.

Das Schiff gehört der deutschen Reederei Bockstiegel, ist aber auf der Karibikinsel Antigua registriert und an eine ukrainische Firma vermietet. Diese Firma bestreitet, dass Waffen an Bord seien.

Die Reederei hat nach eigenen Angaben keine Kenntnis von Waffen an Bord. Sie teilte mit, bei dem Zwischenstopp in Dschibuti sei nur ausgeladen,
aber nichts an Bord genommen worden.

Wie lange die Durchsuchung dauern wird, ist offen.